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„Kein Sparen bei Menschen in psychischen und sozialen Notlagen“
Armutsnetzwerk solidarisiert sich mit protestierenden MitarbeiterInnen von pro mente

Mit einem zweitägigen Warnstreik protestierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Psychosozialen Beratungsstellen sowie Freizeiteinrichtungen von pro mente OÖ gegen die angekündigte Budgetkürzung von 33 Prozent durch das Land Oberösterreich für ihren Aufgabenbereich. Einzelne Beratungsstellen und Angebote müssen geschlossen werden, 67 MitarbeiterInnen droht in den nächsten Tagen die Kündigung. Im Bezirk Vöcklabruck würde die Kürzung der Fördergelder u. a. zur Schließung der Beratungsstelle in Mondsee und zur Einschränkung des Betriebes des Clubhauses führen. „Es darf nicht sein, das bei Menschen in psychischen Krisen gespart wird und ganze Regionen ohne Angebot sind“, betont Sr. Kunigunde Dr. Fürst, Sprecherin des Armutsnetzwerkes.
Die von der Sozialabteilung des Landes vorgenommenen Kürzungen im psychosozialen Bereich betreffen wie das Sparpaket der Bundesregierung Menschen mit niedrigem Einkommen in größerem Ausmaß. Menschen mit großem Vermögen bleiben weitgehend verschont. Die Verteilungsungerechtigkeit nimmt dadurch weiter zu, die Schieflage wird größer. Während der Krise stieg aber zugleich die Zahl der Millionäre sowie der Reichtum in Österreich. „Das ist sozial ungerecht und gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, bekräftigt Sr. Kunigunde Dr. Fürst. Weiters kritisiert das Armutsnetzwerk, dass Landeshauptmann Pühringer und Landeshauptmann-Stellvertreter Ackerl unbeirrt am Projekt Westring festhalten und dafür auch Landesgeld „verbauen“ wollen, während bei sozialen Einrichtungen und damit bei Menschen in sozialen und psychischen Notlagen gespart wird.