Wohnungslosenhilfe Mosaik - Eine Einrichtung des Sozialzentrums Vöcklabruck
Konzept
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Die Wohnungslosenhilfe Mosaik versteht sich als die Anlaufstelle für von Wohnungslosigkeit betroffenen Personen im Bezirk Vöcklabruck.

"Mosaik" steht für die Vielfalt von Menschen, die die Angebote der Wohnungslosenhilfeeinrichtung in Anspruch nehmen. Das künstlerisch gestaltete Fliesenmosaik im Eingangsbereich der Notschlafstelle weist aber auch auf das Bruchstückhafte in den Lebensabläufen der KlientInnen hin.

Ziel der Arbeit der Wohnungslosenhilfe Mosaik ist es, Wohnungslosigkeit und bleibende Armutssituationen bzw. ein noch tieferes Abgleiten zu verhindern und rasch und unbürokratisch in Notsituationen zu helfen.

Die Arbeit erfolgt nach einem Stufenmodell:
Prävention (Delogierungsverhinderung – Wohnungssicherung)
Akuthilfe (Notschlafstelle/Notwohnung)
Weiterführende und nachgehende Hilfestellung (Wohnbetreuung)

Weiters ist die Koordinationsstelle des „Netzwerkes Wohnungssicherung“ Teil des „Mosaik“.


Zielgruppe
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Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen. Beim Beratungsangebot gibt es keine Einschränkungen der Zielgruppe. Bei Betreuungsleistungen (Notschlafstelle, Notwohnung, Wohnbetreuung) sind Jugendliche, Pflegebedürftige, geistig und/oder schwer körperliche Behinderte oder Personen mit psychiatrischer Diagnose ausgenommen.

Angebote an Zielgruppen
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Delogierungsverhinderung
Wir beraten MieterInnen die gefährdet sind, wohnungslos zu werden. Auf Wunsch übernehmen wir delogierungsgefährdete Personen in ein Betreuungsverhältnis. Wir bieten kostenlose Sozialberatung an. Wir sind spezialisiert auf Wohnungsfragen. Bei Bedarf vermitteln wir an kompetente Beratungseinrichtungen weiter.

Männer-Notschlafstelle
Wir bieten akut wohnungslosen Männern sechs Schlaf-/Wohnplätze, Küche, Sanitärräume und Freizeiträume an. Die Notschlafstelle ist keine Dauerwohneinrichtung. Die Aufenthaltsdauer ist auf drei Monate beschränkt.

Frauen-Notwohnung
Wir bieten akut wohnungslosen Frauen (Frauen mit Kindern) zwei Schlaf/Wohnplätze an. Die Aufenthaltsdauer ist auf drei Monate beschränkt.

Betreutes Wohnen
Wir bieten vier Dauerwohnungen für Klienten mit längerfristigem Betreuungsbedarf im "Haus Jetzing" an. Wir betreuen KlientInnen in Übergangswohnungen des Vereines Wohnplattform.

Nachbetreuung
Wir betreuen KlientInnen, die in eine eigene Wohnung gezogen sind, zur weiteren Stabilisierung bis zu einem Jahr weiter.

Soforthilfe
In dringenden Fällen bieten wir materielle Hilfe an: Lebensmittelgutscheine, Kleidung, finanzielle Unterstützung (Solidaritätsfonds)

Unterstützung
Wir arbeiten an Lösungen zur Bekämpfung der Ursachen der Wohnungslosigkeit (wie z.B. kein gesichertes Einkommen, Krankheit, Verschuldung) Wir unterstützen KlientInnen bei Wohnungssuche und Übersiedlungen.

Personelle Ausstattung
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1 Leiter (Teilzeit)
4 SozialarbeiterInnen (1 Teilzeit)
1 Verwaltungsangestellte (Teilzeit)
2 Zivildiener
12 NachtdienstmitarbeiterInnen (geringfügig beschäftigt)

Finanzierung, Auftraggeber
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Auftraggeber: Land OÖ/Sozialabteilung
Finanzierung: Land OÖ (85 %)
Spenden, Wohnkostenbeiträge und Bundesministerium für Inneres (15 %)

Erfahrungen und Perspektiven
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Seit 2001 sind die Nächtigungs- und Klientenzahlen nach einem Rückgang Ende der 90er Jahre in der Notschlafstelle für Männer wieder gestiegen. Aufgrund der steigenden Anfragen wohnungsloser Frauen wurde im Oktober 2000 die Notwohnung für Frauen geschaffen.

In der Präventionsarbeit hat sich die Betreuung delogierungsgefährdeter Personen gut entwickelt. Basis dafür ist eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Wohnungsgenossenschaften und Gemeinden (Frühwarnsystem). Seit April 2006 ist die Koordinationsstelle des „Netzwerkes Wohnungssicherung“ beim „Mosaik“ und die Wohnungslosenhilfeeinrichtung auch im Bezirk Gmunden vertreten.

Das Angebot an betreuten Wohnplätzen konnte im Juli 2004 durch fünf Übergangswohnungen („Dr. Erich Czerny-Haus“) erweitert werden. Schwierig gestaltet sich für unsere KundInnen der Zugang zum Wohnungsmarkt. Private Wohnungen sind oft nicht leistbar (auch aufgrund hoher Kautionen), die Wartezeit für Wohnungen von gemeinnützigen Bauträgern ist oft lange.

Klicken Sie hier um das Konzept 2001 als pdf-Datei herunterzuladen.